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Kongresshaus: "Renomierte Destination" als "Bruchbude" schlechtgeredet?

Artikel aus dem 2. Wirtschaftsmagazin des Marktes Garmisch-Partenkirchen (2017):

2. Wirtschaftsmagazin Garmisch-Partenkirchen, 2017, S. 16
2. Wirtschaftsmagazin Garmisch-Partenkirchen, 2017, S. 17

Auch der Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft (Degefest) äußerte sich schon öfters äußerst positiv zu unserem Kongesshaus:

Die höchste aller Qualitätshürden haben bisher nur wenige Veranstaltungshäuser in Deutschland genommen…

Die hohe Kundenzufriedenheit steht am Ende einer jeden Prozesskette…

„….insbesondere die „Hardware“ müsse verbessert werden. Gemeint seien damit vor allem hier die technische Ausstattung und die Parkplatz-Situation ­ direkt neben dem Haus…

Und wegen der technischen Ausstattung und der Parkplatzsituation will unser Gemeinderat gleich das ganze Haus abreißen?

Heidemarie Trickl: "Wie ich es sehe":

Das „neue“ Kongresshaus wurde zur Ski-WM 1978 errichtet. Der älteste Teil ist der Richard-Strauß-Saal, der 1964 errichtet wurde.


2002 begann Thomas Schmid seine Amtszeit als Bürgermeister. Eine Zeit begann, in der sehr viel Gemeindeeigentum verkauft wurde (fast die ganzen Sozialwohnungen, Grundstücke, Bücherei, Von-Brug-Park usw.).

Unser Kongresshaus war gerade einmal 25 Jahre alt, als der damalige Bürgermeister mit dem Schlechtreden des Gebäudes begann. Der Hintergrund dafür war wohl, dass auch der Kongresshausstandort verkauft werden sollte. Ein Hotel sollte dort entstehen. Die Presse hat darüber in den letzten 15 Jahren schon mehrfach berichtet.

Da das Gebäude den Verkaufsinteressen im Weg stand/steht, wird es nun schon seit über 15 Jahren schlecht geredet. Dauernd gibt es Aussagen wie „marode“, „Das Verfallsdatum ist längst überschritten“, „Bombe rein und Tschüß“…

Obwohl kein Privatmensch auf die Idee kommen würde, ein Haus in diesem Zustand abzureißen, haben sich in der Bevölkerung die verschiedensten Gerüchte festgesetzt: Der Keller wäre schimmlig, die Balken wären morsch,  das Gebäude würde bald einstürzen… Es ist atemberaubend, was man über den Zustand dieses Gebäude hört!

Jeder der ein bißchen Ahnung hat, kann erkennen, daß das Kongreßhaus ein grundsolider Bau mit einer guten Bausubstanz ist. Bei der Führung, der ich im September 2018 beiwohnte und bei der die Kellerräume ausgiebig gezeigt wurden, war der Keller absolut trocken (von Schimmel keine Spur)! Wären die Balken morsch und das Gebäude vom Einsturz bedroht, hätte das Gebäude schon längst geschlossen werden müssen. Dasselbe gilt für die Hygienestandards: Wenn diese nicht erfüllt wären, wäre die Küche schon längst geschlossen worden.

Darüber hinaus könnte/müsste man den Gemeinderat bzw. die Verwaltung zur Rechenschaft ziehen, falls das Gebäude in seiner relativ kurzen Bestandszeit so marode geworden wäre!


Ein Gebäude in diesem Alter und in dieser Qualität abzureißen und dieses mit hohen Kosten durch ein kleineres Gebäude zu ersetzen, würde sich gut in die Schildbürgerstreiche  einreihen!

Frau Dr. Meierhofer berichtete im Cafe Adlwärth nach der Führung am 21.9.2018, dass die Renovierung bezüglich Brandschutz und Hygienemaßnahmen der Küche alleine zehn Millionen Euro kosten würden. Diese Investitionen wären notwendig, damit das Haus überhaupt weiterbetrieben werden dürfe.

Da ich daraufhin recherchierte, übermittelte ich der Bürgermeisterin und auch den Gemeinderäten dieses Zitat (SZ, 19.1.2012), mit der Bitte diese Sache zu überprüfen:

Stefan Blüml, Ingenieur und Sachverständiger für Brandschutz in Grafing, hält nicht die Vorschriften, sondern viele der Maßnahmen für übertrieben. Die Auflagen beim Brandschutz hätten sich kaum verändert, sagt er. Trotzdem würden nun „pauschal Monstermaßnahmen“ in öffentlichen Gebäuden vorgenommen, ohne kritisch zu hinterfragen, ob die wirklich alle so vorgeschrieben und notwendig seien, sagt Blüml. Von den teuren Sanierungen profitiere ein ganzer Apparat…

Obwohl behauptet wird, daß diese Brandschutzkosten die Renovierung so verteuern würden, daß sich die Renovierung nicht mehr lohnen würde, wurden diese wohl bis heute noch nicht überprüft…

Immer wieder dieselbe Leier – ein Rückblick:

2008 beschloss der Gemeinderat das 18.000 m² große Grundstück um die Kankenhausschule, mit dem damaligen Kindergarten, den Behindertenwerkstätten, mehreren Häusern, Schrebergärten und dem darauf befindlichen Kinderspielplatz zu dem Spottpreis von 6,75 Millionen Euro an einen Hotelinvestor zu verkaufen (heute wäre der Verkaufserlös dafür bei weit über 20 Millionen Euro!).  Um diesen Verkauf zu rechtfertigen, hieß es auch: Das Gebäude ist mit Asbest belastet, der Spielplatz ist kontaminiert,…“

Nachdem dieser Verkauf durch zwei Bürgerbegehren und der Denkmalschutzstellung der Schule verhindert werden konnte, spricht heute niemand mehr davon, daß die Schule kontaminiert ist. Die Erde, welche wir vom Spielplatz an verschiedenen Stellen abnahmen und vom Fresenius-Institut untersuchen ließen, war absolut nicht belastet! Dabei hat die Gemeinde, um diese Behauptung zu bestärken, die vorhandene Erde abtragen lassen und neue Erde aufbringen lassen..

Meiner Meinung nach werden die Bürger absichtlich emotionalisiert und mit Lügen und Halbwahrheiten gefüttert! Nachdem alles darauf hinweist, dass in Garmisch-Partenkirchen die Bauinvestoren das Sagen haben, und die Hotelpläne am Richard-Strauß-Platz über viele Jahre publiziert wurden, sollte klar sein, woher der Wind weht!

Es ist nicht fassbar, wie schnell sich die Meinungen in dieser Gemeinde ändern:

2009 empfehlen die Experten die Sanierung.

2013 war laut Presse das „Verfallsdatum schon längst überschritten“ (dabei war das Gebäude gerade erst einmal 36 Jahre alt!)

Bis vor kurzem war es für die Gemeinderäte klar,  daß wir eine größere Foyerfläche bräuchten.

Im Juli 2018 wurde vom Gemeinderat dann plötzlich der Abriß beschlossen und der Bau eines Kongresshauses mit noch nicht einmal der Hälfte der bisherigen Fläche…

Mehrere Wettbewerbe wurden veranstaltet, die viel Geld kosteten...

Es scheint, dass für die angedachte Baumaßnahme kein Kostenrahmen gesetzt wurde. Das führte zu überdimensionierten Vorschlägen, die der Gemeinderat aus Kostengründen nicht umsetzen wollte.

Der Markt-Garmisch-Partenkirchen sicherte beim Wettbewerb, der 2014 beschlossen wurde, dem Preissieger die Gebäudeplanung zu. Bis jetzt sind schon Planungsleistungen in Höhe von 320.000 Euro für einen Entwurf entstanden, den die Gemeinderäte verwarfen.

Für das Geld, welches vollkommen unnötigerweise für Wettbewerbe und Entwicklungsgesellschaften verpulvert wurde, hätte man schon einiges renovieren können.

Es scheint, dass die Verantwortlichen der Gemeinde, absolut kein Zutrauen zu ihren eigenen Fähigkeiten haben und keine eigene Vorstellung davon, was zu tun ist. Wie lässt es sich sonst erklären, dass dauernd irgendwelche Experten eingeschaltet werden? Problematisch ist, daß  die Beschlüsse des Gemeinderats infolge dessen sehr oft schwanken.

Plan für die Erweiterung vom Preissieger Architekturbüro Henchion und Reuter, Berlin:

Informieren Sie sich näher auf der Webseite dieses Architekturbüros:

henchion-reuter.de/projekte/kongresshaus-garmisch-partenkirchen
 
 
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