Berggaststätte Pflegersee

Am 7. September 2026 veröffentlichte das Garmisch-Partenkirchener Tagblatt einen Artikel über die geplanten Neubaupläne für den historischen Berggasthof. Darin wurde der Eindruck vermittelt, dass ein Neubau alternativlos sei.

"Für Neubau am Pflegersee gibt es keine Alternative"
"Für Neubau am Pflegersee gibt es keine Alternative"

Für viele Bürgerinnen und Bürger bedeutet der mögliche Abriss des historischen Berggasthofs den schmerzlichen Verlust eines Stücks Heimat. Deshalb hat sich eine Interessengemeinschaft gebildet, die eine transparente und ergebnisoffene Prüfung fordert, ob und unter welchen Bedingungen ein Erhalt des Berggasthofs sinnvoll und möglich ist.

Hierzu werden dem Marktgemeinderat im Vorfeld der Bürgerversammlung am 12. November 2026 Fragen eingereicht, die bei der Bürgerversammlung öffentlich beantwortet werden sollen:

Fragen für die Bürgerversammlung:

1. Bauliche und rechtliche Notwendigkeit

Welche konkreten gesetzlichen oder behördlichen Anforderungen kann der derzeit bestehende Berggasthof bei Fortführung seines bisherigen Betriebs nicht erfüllen? Von welchen Behörden oder zuständigen Stellen wurden welche konkreten Nachrüstungen oder baulichen Maßnahmen gefordert? Weshalb sollen diese nur durch einen vollständigen Abriss und Neubau erfüllt werden können?

2. Prüfung der Erhaltungsalternative und Wirtschaftlichkeit

Wurde die Möglichkeit einer Sanierung und zeitgemäßen Weiterentwicklung des historischen Berggasthofs von einem unabhängigen Fachbüro ebenso gründlich geprüft wie der geplante Neubau? Wurde dabei auch die Wirtschaftlichkeit von Sanierung und Neubau unter Berücksichtigung der tatsächlich benötigten Sitzplatzkapazität und der zu erwartenden Auslastung verglichen? Falls nein: Warum wurde die Erhaltungsalternative nicht gleichwertig untersucht?

3. Größe und Zweck des geplanten Neubaus

Der bestehende Berggasthof verfügt über 60 Sitzplätze im Innenbereich und eine sehr große Terrasse. Reicht diese Kapazität für den normalen Ausflugsbetrieb in der Regel nicht aus, oder beruht der Wunsch nach mehr Sitzplätzen vor allem auf dem Ziel, bei Veranstaltungen wie Hochzeiten und Familienfeiern mehr Profit erzielen zu können?

4. Ursprünglichkeit und touristischer Wert

Garmisch-Partenkirchen wirbt ausdrücklich mit dem Leitgedanken „Zukunft durch Herkunft“ und „Ursprünglichkeit“: Unsere Gäste erwarten das! Welchen Stellenwert hat die Erhaltung dieser Ursprünglichkeit und Authentizität für die Marktgemeinde, und wurde untersucht, welchen Verlust der Abriss dieses ursprünglichen Kleinods für den touristischen Wert unserer Marktgemeinde haben würde?

Nun hoffen wir, dass diese Fragen bei der Bürgerversammlung umfassend beantwortet werden.

Wenn auch Sie diese transparente und ergebnisoffene Prüfung unterstützen wollen, freuen wir uns sehr, wenn Sie die Fragen und die Unterschriftenliste beidseitig ausdrucken und sich in der Liste eintragen und unterschreiben und auch Bekannte auf diese Aktion hinweisen. Bei Fragen oder dem Wunsch nach gedruckten Unterschriftenlisten wenden Sie sich bitte an: info@gap-fakten.de oder: Tel: 0159 0183 9164

Einladung für Fragen zur Bürgerversammlung

Am Pflegersee gibt es noch die unverfälschte Ursprünglichkeit,
mit der die Marktgemeinde über alle Maßen wirbt:

Berggaststätte Pflegersee
Leserbrief vom 11.09.2026: "Abriss ist ein Sakrileg!"

Die unverfälschte Ursprünglichkeit, die es am Pflegersee noch gibt,
würde mit einem Neubau unwiederbringlich verloren gehen!
Wollen wir das?